Urlaub in Sachsen kann vieles sein: Eine interessante Städtetour, schöne Landschaften, die zum Wandern und Radfahren einladen, Wassersport, Skifahren, mittelalterliche Burgen, barocke Schlösser und vieles mehr.
Nicht nur deswegen ist es ein beliebtes Ziel für einen Urlaub. Sachsen hat neben den bekannten Touristenzielen wie der Landeshauptstadt Dresden oder der Messestadt Leipzig viele kleinere Orte zu bieten, die auf jeden Fall einen Ausflug wert sind.
Im Erzgebirge lohnt ein Besuch in Annaberg, Schwarzenberg und Schneeberg. Besuchen Sie die großen Bergmannskirchen, die vom Reichtum durch den Silberbergbau zeugen und verpassen Sie im Dezember die Bergparaden und die traditionellen Weihnachtsmärkte nicht, auf denen handgemachtes erzgebirgisches Holzspielzeug und traditioneller Weihnachtsschmuck verkauft wird.
Wer sich von einmaligen Felslandschaften begeistern lassen will, sollte in das Elbsandsteingebirge bzw. in die Sächsische Schweiz fahren, die sich südlich von Dresden entlang der Elbe erstreckt. Wer keine großen Kletteranstrengungen unternehmen möchte oder kann, sollte auf jeden Fall die Basteibrücke mit wunderbarer Aussicht auf das Elbtal besuchen oder die Festung Königsstein. Für den Aktivurlaub empfiehlt sich eine Wander-Kletter-Tour durch die Schrammsteine oder die Schwedenlöcher. Hier in der Region gibt es für die Urlauber viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen.
Sachsen ist ein Eldorado für Radfahrer. Hier lohnt sich eine Radtour auf dem Elberadweg, der von Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz bis nach Hamburg führt. Fahren Sie unbedingt nach Dresden! Hier gibt es für jeden Anspruch das passende Hotel. Dresden bietet mit Fürstenzug, Grünem Gewölbe, Zwinger und den Elbschlössern bietet unzählige Sehenswürdigkeiten. Dresden ist besonders berühmt für die Frauenkirche, die als Denkmal für Krieg und Versöhnung gilt. Heute kann die Dresdner Frauenkirche, die 1945 zerstört wurde und ab 1992 wieder aufgebaut wurde, täglich besichtigt werden. Wer sich nicht nur auf bekannten Touristenpfaden bewegen will, sollte in die Dresdner Neustadt fahren, ein buntes Szeneviertel mit Kneipen, Bars und alternativen Läden – eine schöne Abwechslung im Urlaub.
Im Elbtal etwas weiter nördlich liegt Meißen, das für die hoch über der Elbe thronende Albrechtsburg und das Meißner Porzellan berühmt ist.
Die alte Handelsstadt Leipzig darf man auch nicht verpassen. Wandeln Sie auf den Spuren von Goethe in Auerbachs Keller, besuchen Sie die Wirkungsstätte von Bach, die Thomaskirche oder erkunden Sie die Geschichte der friedlichen Revolution 1989 in der DDR, die in der Nikolaikirche ihren Anfang nahm.
Sachsen hat neben interessanten Städten und Gebirgen auch Seenlandschaften zu bieten. Nördlich von Bautzen entsteht gerade die Lausitzer Seenplatte. Hier werden nach und nach alte Braunkohletagebaulöcher mit dem Wasser der Spree gefüllt – ein Eldorado für Wassersportler. In dem Gebiet, zum Beispiel um den Bärwalder See, gibt es viele Radwege, die auch für Inlineskater geeignet sind.
In der Lausitz sollte man auf jeden Fall auch in Bautzen vorbeischauen. Wegen seiner vielen Türme wird diese tausendjährige Stadt auch das Sächsische Nürnberg genannt. Schön restaurierte Renaissance-Häuser, der St.-Petri-Dom, der schiefe Reichenturm, die Nikolairuine oder die Ortenburg machen die Altstadt hoch oben auf dem Felsen über der Spree zu einem wunderbaren Ausflugsziel. Vielen Menschen ist eher ein dunkles Kapitel Bautzner Stadtgeschichte bekannt. Im Gerichtsgebäude unweit der Altstadt befand sich bis 1989 das berüchtigte Stasi-Gefängnis Bautzen II, in dem politische Gefangene unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten wurden. Heute ist hier eine Gedenkstätte untergebracht, in der man die original erhaltenen Zellen betreten kann – eine von vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten.
In Bautzen und in der gesamten Lausitz werden dem Besucher die zweisprachigen Ortsschilder auffallen. In der Ober- und Niederlausitz, die bis nach Brandenburg reicht, leben noch etwa 20.000–30.000 Sorben, eine Minderheit, deren Sprache dem Tschechischen und Polnischen ähnelt. Ein weithin bekannter traditioneller Brauch der Sorben ist das jährliche Osterreiten am Ostersonntag, das Jahr für Jahr tausende Schaulustige anzieht.
